Wahlkampf 2007

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Wahlkampfimpressionen

 

Prominente Unterstützung

Der große Coup bereits zu Beginn des Wahlkampfes: Der Uni-Kater outete sich als Libertärer! Doch leider ist es auch im 21. Jahrhundert immer noch nicht möglich, daß Tiere wählen können. Die Libertäre Hochschulgruppe hält dies für menschenfeindlich und setzt sich aktiv für Soziale Gerechtigkeit auch im Wahlsystem ein!

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Obdachlose vor der Uni

In der Zeit des Wahlkampfes hätten kapitalistische Deodoranthändler ein Riesengeschäft vor der Uni machen können. Der Grund: Sich selbst als "Obdachlose" titulierende Gestalten demonstrierten mit einer Zeltaktion gegen den geplanten "Sozialraub" der Landesregierung. Diese plane ein Gesetz, wonach es Hausbesitzern ab 2006 gestattet sein wird, von ihren Bewohnern eine Miete zu verlangen. Der Obdachlosen-Streikführer Benito Müntefering dazu: "Jetzt zeigt der unsägliche Raubtierkapitalismus sein wahres Gesicht! Die Einführung von Mieten führt mal wieder dazu, daß die Reichen reicher und die Armen am Hungertod nagen! Kostenloses Wohnen ist schließlich ein Menschenrecht! Und nicht zu vergessen, das kostenlose Menschenrecht auf Fußbodenheizung, Bodenseeblick und Marmorfließen"!

Der Protest entwickelte sich zu einen wahren Erfolg, denn kurze Zeit später schloß sich auch die Interessensgruppe der Brötchenkonsumierer an. Ihr Vorsitzender, Joschka Reichsapfel, im Gespräch zu uns: "Mittlerweile ist es sogar den raffgierigen Bäckern erlaubt, für ihre selbst gebackenen Brötchen Geld zu nehmen. Dies ist eine Frechheit. Ich will nämlich nicht Kunde sein, sondern Mensch! Was wird aus den Armen, die sich nun ein Brötchen nicht mehr leisten können"?

Mit ihrer Zeltaktion versuchte nun dieser Mob auch an der Universität Mitstreiter zu finden. Doch die Libertäre Hochschulgruppe macht sich darüber keine größeren Sorgen: Schließlich befinden sich an einer Universität gebildete Leute, die auf Forderungen wie "kostenloses Studium ist ein Menschenrecht" nicht reinfallen werden. Denn jeder Gebildete weiß, daß ein nachgefragtes Gut niemals umsonst sein kann: Selbst wenn es für einen "umsonst" ist, bedeutet dies bloß, daß ein anderer diese Rechnung übernehmen muß und zwar gegen seinen eigenen Willen. Jedem ist ersichtlich, daß A rechtswidrig handelt, wenn er Bs Portemonnaie stiehlt, um damit seine Brötchen zu finanzieren. Was ändert sich an diesem Tatbestand, wenn der Staat das Geld von B klaut, um damit kostenlose Brötchen für A anzubieten?

Im großen und ganzen bekommen diejenigen die höchste Rechnung, die die "kostenlosen" Leistungen nicht wahrnehmen. Das sind im Falle des Studiums diejenigen, die nicht studieren bzw. nie studiert haben. Aus diesem Grund richteten wir auf unseren Plakaten folgende Frage an alle Studenten, die der Meinung sind, sie hätten ein "Recht" auf ein kostenloses Studium:

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Ein weiterer Kommentar erübrigt sich

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Der Urnengang

Am 15. und 16. Juni 2005 war es dann endlich soweit: Die Papierkörbe waren aufgebaut, das Wahlspektakel konnte beginnen....

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Stimmenhascherei

Doch zuvor hatten die Konstanzer Studenten einiges zu erleiden. Kaum ein Schritt war möglich, ohne auf nervige Propaganda zu treten. Die Libertäre Hochschulgruppe schaute sich dieses frivole Treiben aus sicherer Entfernung genüßlich an. Die Parteienkader taten ihr bestes, um unschuldige Studis in letzter Sekunde noch zur Stimmabgabe zu bewegen, doch der politische Sturm ging wie ein Kelch an der Uni vorüber: 79,18% der Studenten blieben der Wahl fern. Und selbst bei den Wahlwilligen fanden sich genügend Politikunwillige, die der Libertären Hochschulgruppe 230 Stimmen gaben!

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Etatistische Logik

 

Sieger der Wahlen war das "U-Modell", das dezidiert für das "kostenlose" Studium auf Kosten anderer warb. Diese abstrusen Theorien führten bei den Mitstreitern dieser Sekte anscheinend zu Anomalien beim Plakatieren.

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Etatistische Logik Teil 2

Auch die Kameraden der LHG waren vor dem kopflosen Plakatieren etatistischer Parolen nicht gefeit. Hier hat der Etatismus bereits sein Endstadium erreicht. "Kostenlose" Wohlfühlprogramme wie weicheres Klopapier oder ein Studiticket bis nach Kapstadt sollten die Sinne der Wähler vernebeln. Dazu kam eine weitere List: Wie die Demokraten in Amerika benutzten sie das Etikett liberal, um ihre etatistische Fratze zu verschleiern. 18,69% der Wähler konnten sich für diese Tour begeistern und fortan sitzen 2 LHG-Gurus im AStA.

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Fortsetzung folgt im Jahr 2007...