Wahlkampf 2007

Unsere Prinzipien

Privatisierung der Unis

Unsere Propaganda

Deutschland - ein kapitalistischer Staat?

Steuern sind Diebstahl

Archiv

Kontakt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LIBERTÄR??? Was ist das überhaupt?

Die libertäre Idee ist die frische Alternative auf dem Politmeinungsmarkt mit seinen verstaubten Ideologien. Entstanden ist der Libertarismus („Libertarianism“) in den Vereinigten Staaten Ende der 60er Jahre und versteht sich als Renaissance des klassischen Liberalismus. Ähnlich wie in Europa ist der „Liberalismus“ auch in den USA ein verschwommener Begriff. So werden fälschlicherweise die Demokraten als „liberals“ bezeichnet und in Deutschland gilt etwa die Sozialdemokratie als „linksliberal“.

Die überwiegende Masse der aufrichtigen Liberalen bezeichnet sich heutzutage daher als libertär. Viele verkennen jedoch nicht ihre geistigen Wurzeln und akzeptieren zusätzlich den Begriff „liberal“ oder „radikalliberal“. Aus diesem Grund trägt auch die Libertäre Hochschulgruppe [LHG] den Zusatz „Die Liberalen“.

 

Und wofür stehen LIBERTÄRE?

 Für Libertäre steht die Freiheit des je Einzelnen im Mittelpunkt. Nicht das Individuum hat abstrakten Kollektivismen wie etwa „der Gesellschaft“, „der Nation“ oder „der Volksgemeinschaft“ (was immer diese Begriffe auch bedeuten mögen) zu dienen, sondern seinen eigenen, frei gewählten, Interessen.

„Freiheit“ ist jedoch ähnlich wie „Liberalismus“ zu einer Worthülse verkommen, die im politischen Diskurs von PDS bis NPD täglich gebraucht bzw. mißbraucht wird. Deshalb wollen wir kurz die Axiome des libertären Freiheitsbegriffes erläutern:

-         Gewaltausschlußprinzip: Wir Libertäre sind überzeugte Pazifisten. Gewaltanwendungen gegen die physische Integrität eines Individuums oder gegen dessen Eigentum sind außer zur Selbstverteidigung nicht legitimierbar.

-         Eigentum am eigenen Körper: Klingt banal, ist allerdings ein ganz wichtiger Punkt: Jeder Mensch verfügt selbst über seinen Körper und kann mit ihm anfangen, was er für richtig hält, solange er nicht gewalttätig gegen andere Menschen vorgeht. Jeder andere Herangehensweise würde bedeuten, dass manche Menschen Herren und andere Sklaven sind. Wir Libertäre lehnen Sklaverei jedoch entschieden ab, und zwar auch die moderne im Namen der „sozialen Gerechtigkeit“.

-         Eigentumsrecht: Das Recht auf Eigentum hat seine Wurzeln im Naturrecht (Appropriationsprinzip) und ergibt sich deduktiv aus dem Gewaltausschlußprinzip und aus dem Selbsteigentum. Jedem Menschen stehen die Früchte seiner Tätigkeiten unbegrenzt zu, und er kann die physische Integrität seines Eigentums nach seinen eigenen Wünschen verändern, solange er nicht das Eigentumsrecht anderer Menschen verletzt. Diebstahl, etwa durch Banditen, Räuber, Politiker, Bürokraten stellt eine Gewalttat dar, die durch nichts zu rechtfertigen ist.

-         Vertragsfreiheit: Menschen können nur auf drei Arten miteinander in Beziehung treten: Durch Sympathie/Liebe, Handel oder durch Gewalt. Sympathie/Liebe empfindet ein Mensch etwa für Verwandte, Freunde, Eheparter/in oder für seine eigenen Kinder. Doch die Welt ist viel zu groß und die Menschen viel zu verschieden, daß sich jeder lieben könnte. Über den Handel unterhalten Menschen etwa Beziehungen zu anderen Menschen, die sie nicht kennen brauchen. Wenn ein Kunde zum Beispiel einen Salat für 50 Cent kauft, so tut er dies nur, weil er sich von diesem Geschäft einen persönlichen Nutzen verspricht. Das heißt, er bewertet den Salat höher als die 50 Cent. Bei der Verkäuferin ist es genau umgekehrt: Für sie sind die 50 Cent wertvoller. Wäre dies nicht so, würde das Geschäft nicht zustande kommen. So ziehen beide Parteien aus diesem Geschäft – obwohl sie keine Sympathie füreinander empfinden – einen Gewinn. Wir Libertäre sind der Meinung, daß jedes Individuum selbst weiß, welche Beziehungen er eingehen will, und von welchen Beziehungen er sich Vorteile verspricht. Den einzigen Grundsatz, den wir bei den zwischenmenschlichen Beziehungen ablehnen, ist der der Gewalt.

 

Und wie stehen LIBERTÄRE dem Staat gegenüber?

Libertäre sind dem Staat bzw. der Politik im allgemeinen kritisch gesonnen. Der Staat ist weder etwas Göttliches noch sind wir alle der Staat, sondern ein soziales Konstrukt, das von bestimmten Menschen zum Vorteil einiger Menschen existiert oder wie der liberale Philosoph Frédéric Bastiat es ausdrückte: „Der Staat ist die große Fiktion, nach der sich jedermann bemüht, auf Kosten jedermanns zu leben.“

Wenn wirklich alle Menschen eines bestimmten Gebietes derselben Meinung wären, dann wäre der Staat obsolet. Politische Handlungen treten also nur zur Umverteilung bzw. Durchsetzung bestimmter Interessen auf. Die meisten dieser Tätigkeiten sind mit den libertären Freiheitsvorstellungen inkompatibel. Wenn etwa der Staat 18-jährige Männer zum Wehr- oder Ersatzdienst zwingt, dann ist das nichts anderes als moderne Sklaverei, da das Selbsteigentum der Betroffenen verletzt wird, keine freie Wahl in Form der Vertragsfreiheit vorliegt und Zuwiderhandlungen mit Gewalt geahndet werden. Oder wenn der Staat etwa Einkommenssteuer erhebt, dann greift er in die Eigentumsverhältnisse der Betroffenen ein, ohne eine Gegenleistung zu erbringen, auf die sich beide Seiten vertraglich geeinigt hätten. Auch hier erlaubt sich der Staat das „Recht“ anzumaßen, Zuwiderhandlungen mit Gewalt zu ahnden. Ähnliche Beispiele gibt es unzählige.

Die einzigen Tätigkeiten, die Libertäre dem Staat gegebenenfalls zustehen, sind die Sicherung der Freiheit und des Eigentums seiner Bürger. Er soll also lediglich für die Sicherheit nach innen und nach außen sorgen. Jedoch haben einige libertäre Denker, etwa David Friedman, Vorschläge gemacht, wie selbst diese Bereiche privat organisiert werden könnten.

 

Sind LIBERTÄRE nun links oder rechts?

Libertäre passen in keiner Weise in das uralte lechts-rinks-Schema. In Deutschland ist diese Einteilung zudem politisch instrumentalisiert. So gilt „links“ als gut, modern und tolerant, während „rechts“ für böse, reaktionär und nazistisch steht. Komisch nur, dass sich die beiden so anscheinend auseinander liegenden Pole bei einigen Fragen, wie etwa bei der Wirtschaftspolitik, sehr nahe sind.

In Amerika geht es da schon etwas seriöser zu. „Persönliche Freiheitsrechte“, wie etwa die Legalisierung von Drogen oder die Möglichkeit der Homo-Ehe, werden in der Regel von der Linken vertreten. Die Rechte steht für „wirtschaftliche Freiheitsrechte“ und tritt für die Senkung der Steuern oder für die Deregulierung des Arbeitsmarktes ein.

Uns Libertären ist die Einteilung in persönliche und wirtschaftliche Freiheitsrechte fremd.

Für uns gibt es nur eine ungeteilte Freiheit. Zwar können Libertäre in ihrer persönlichen Einstellung „links“ oder „rechts“ sein, jedoch sind sich alle Libertäre darin einig, dass der Staat diese Werte nicht vorgeben sollte.

Wir sprechen uns z. B. für freie Einwanderung, freien Drogenkonsum, freie Wahl der Sexualpartner aus, weil in diesen Fällen keine Gewalttat vorliegt und niemanden es etwas angeht, was man mit seinem Körper anstellt.

Genauso sind wir aber auch für die restlose Privatisierung aller Öffentlichen Güter und gegen die gewerkschaftliche Tarif“autonomie“, da der Staat seine Einrichtungen über Geld finanziert, das er sich durch Gewalt einholt. Die Tarifautonomie stellt nichts anderes dar, als eine Bevormundung durch die korporatistischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände und steht im krassen Widerspruch zum Eigentumsrecht und zur Vertragsfreiheit.

Wir sind daher weder links noch rechts, sondern für eine offene, entpolitisierte Gesellschaft.

 

Wer ist LIBERTÄR?

In Deutschland erfreut sich die kleine libertäre Gemeinde immer weiteren Zuwachs. So gibt es bereits seit über 7 Jahren mit „eigentümlich frei“ eine radikalliberale Zeitschrift im deutschsprachigen Raum. In Großbritannien gehörte der Begriff „libertarian“ im Wahlkampf, sowohl bei Labour als auch bei den Tories, mit zum Sprachgebrauch.

Aber auch weltweit sind die Libertären auf dem Vormarsch. In Costa Rica erreichte das libertäre „Movimiento Libertario” bei den letzten Parlamentswahlen 2004 über 10%.

Das Heimatland des Liberarismus ist und bleibt jedoch die USA. Libertäre/radikalliberale Think-Tanks, wie etwa das Ludwig-von-Mises-Institute, das Cato-Institute oder das Ayn-Rand-Institute gibt es in den Vereinigten Staaten genauso, wie libertäre Professoren an den Unis, zu denen unter anderen der deutsche Hans-Hermann Hoppe, David Friedman oder Ralph Raico zählen. Die „Libertarian Party“ (LP) wurde 1971 gegründet und ist heutzutage die drittgrößte Partei in den USA nach den Republikanern und den Demokraten.

Die libertären Internetportale www.lewrockwell.com oder www.antiwar.com zählen zu den profunden Kritiker der derzeitigen amerikanischen Regierung.

 

 

Und bist Du libertär? Finde es heraus! Mach den TEST!