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Protestaktion:
Im
Hotel übernachten - für privatisierte Universitäten
Seit dem
5. Juni zelten Studenten unter dem Motto „obdachlos dank Studiengebühren“
vor der Universität Konstanz, um gegen die Einführung von Studiengebühren
und für das Studium auf Kosten anderer zu demonstrieren. Die „Libertäre
Hochschulgruppe – die Liberalen“ möchte mit einem kleinen Spässle das
Kollektivzelten konterkarieren und ruft zur eigenen Protestaktion auf: Im
Hotel übernachten - für privatisierte Universitäten.
Bewußt
wählten wir das mit fünf Sternen ausgezeichnete Steigenberger Inselhotel
aus. Bedeutet dies nun, daß wir Bildung nur noch für Reiche fordern?
Keineswegs, statt dessen wollen wir darauf aufmerksam machen, daß Wohlstand
und Reichtum für breitere Bevölkerungsschichten erst durch das
kapitalistische Wirtschaftssystem möglich wurde.
Da die
Bundesrepublik mittlerweile meilenweit davon entfernt ist, ein
kapitalistisches Land zu sein, können wir die Position der
Studiengebührengegner nachvollziehen. Der Staat zieht dem Bürger jetzt schon
über 50% seines Einkommens aus der Tasche. Der staatlich regulierte
Arbeitsmarkt läßt die Jobsuche zum Lotteriespiel werden. Nun sollen
Studenten auch noch Gebühren bezahlen, die letztendlich doch in irgendeinem
Haushaltsloch verschwinden werden.
Die
Lösung – und hier unterscheiden wir uns von den Studiengebührengegnern –
kann jedoch auch nicht der Status quo sein. Das jetzige Studium ist
keinesfalls umsonst, sondern wird von den Steuerzahlern finanziert, zu denen
viele gehören, die nie studiert haben und nur über ein kleines Einkommen
verfügen.
Die
Libertäre Hochschulgruppe spricht sich daher für die Privatisierung der
Universitäten aus. Private Universitäten, die im Wettbewerb stehen, können
sich eine ineffiziente und kundenfeindliche Bürokratie nicht leisten, da
ansonsten die unzufriedenen Studenten zur Konkurrenz gehen. Natürlich können
diese Einrichtungen von ihren Kunden auch Gebühren verlangen. Hier muß sich
der Studierende die Frage stellen, in welchem System er der eigentliche
Verlierer ist: Im jetzigen System, wo das Studium scheinbar „kostenlos“ ist,
er sich später aber durch Steuern dumm und dämlich zahlen darf, oder in
einer privatisierten Uni-Landschaft, wo der Studierende nur für das zahlt,
was er auch tatsächlich in Anspruch nimmt.
Unser dazugehöriges
Flugblatt
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