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Deutschland - ein kapitalistischer Staat?
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AStA und Senatswahlen 2005: "Ein erdrutschartiger Erfolg" Bei der Wahl zum Allgemeinen Studentenausschuß (AStA) holt die Libertäre Hochschulgruppe - die Liberalen bei ihrem ersten Wahlauftritt 230 Stimmen und erzielt somit 1,02 Prozent. "Wir gehen gestärkt aus dieser Wahl", sagt der Spitzenkandidat der Libertären Hochschulgruppe Kai Jäger und fährt fort: "Der Wähler hat uns einen eindeutigen Wahlauftrag gegeben: Weitermachen wie bisher und weiterhin der Stachel im Fleisch der politsüchtigen Gottspieler sein". Ähnlich sieht es Gary Merrett: "Dies war heute abend ein erdrutschartiger Erfolg - wahrhaftig eine historische Stunde für Konstanz, Deutschland, Europa und die Welt". Soviel zur Wahlbetrachtung im Stile eines Franz Müntefering. Das Wahlergebnis von 1,02 Prozent mag realistisch betrachtet auf den ersten Blick sehr mickrig erscheinen, doch muß man hier auch das Wahlsystem berücksichtigen. Jeder Student konnte 13 Stimmen vergeben, von denen die Libertäre Hochschulgruppe nur 4 Stimmen bekommen konnte. So mußten die Libertären 3 Wähler gewinnen (=12 Stimmen), um einen Wähler der anderen Gruppen annähernd auszugleichen. Will man also wissen, wie viele Studenten die Radikalliberalen wirklich gewählt haben, so muß man das jetzige Ergebnis von 1,02 Prozent mit 3,25 multiplizieren, um einen ungefähren Wert zu erhalten. Dieser liegt bei ca. 3,32 Prozent, was für eine neue Hochschulgruppe, die zu zweit angetreten ist, ein ordentliches Ergebnis darstellt. Der Wahlkampf lief für uns durchweg positiv: Der Begriff "libertär" war in aller Munde und wir wurden von mehreren Interessenten angeschrieben. Im nächsten Jahr planen wir einen erneuten Wahlantritt, doch dann mit einer größeren Liste und dem Ziel, das Ergebnis von heute nacht zu toppen. Wir wollen uns bei allen unseren Wählern bedanken, die uns - wegen unserer liberalen Positionen, unserem Humor, aus Protest, aus Versehen, usw. - gewählt haben. Ein zweites Dankeschön geht an alle Nichtwähler, die, trotz massiger Penetranz der Etatisten im Eingangsbereich, eisern geblieben sind und ihre Stimme für nicht abgeben (im Sinne von weggeben) wollten.
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