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Was sind Libertäre?

Der Begriff „Liberalismus“ ist im Laufe der Zeit verwässert worden und steht heute eher für Prinzipienlosigkeit und Klientelpolitik oder in den USA für Sozialdemokratismus. Daher nennen sich viele Liberale, die den klassischen Liberalismus gutheißen, heute Libertäre.

Clint Eastwood definierte „libertär“ auf seine eigene, lakonische Art: „Jeder lässt jeden in Ruhe.“ Will heißen, jeder Mensch ist frei, über sein eigenes Leben zu bestimmen. Und zur persönlichen Freiheit gehört auch das Recht, Eigentum zu haben und über dieses frei verfügen zu können. Die moralischen Grenzen von Freiheit und Eigentum liegen dort, wo jemand die Freiheit eines anderen gegen dessen Willen einschränkt, also Zwang gegen ihn ausübt. Libertäre nehmen für sich in Anspruch, dass ihre Freiheit, ihre Solidarität und ihr soziales Engagement nicht von fremden Menschen zu planen sind – und am allerwenigsten vom Staat. Eine staatliche Regulierung von Handlungen freier Individuen lehnen sie ab.

Planwirtschaft, Umverteilung und aufgezwungene Solidarsysteme sind ihnen ein Dorn im Auge, denn sie sind der Ansicht, dass Wohlstand und Frieden für alle Menschen dieser Erde nur durch die Abwesenheit staatlicher Zwänge (Zölle, Steuern, Subventionen, Zwangsmitgliedschaften, Kriegsdienst, Bürokratie, Überregulierung etc.) und durch eine strikte Trennung von Politik und Wirtschaft erreicht werden können. Nicht korruptionsanfällige Entscheidungsträger und Rahmenbedingungssetzer sollen unser Handeln bestimmen, sondern der grenzenlose freie Markt der Waren, Ideen und Meinungen auf der ganzen Welt.

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